Donnerstag, 20.8.92, 5.Tag
Skye: Sauwetter in Sligachan, Ausgangspunkt der Wanderung nach Elgol
- 8:00 Wir stehen auf, duschen, frühstücken, unterhalten uns mit einem
Holländer, der sein Zelt neben uns stehen hat, und haben nicht die geringste
Idee, was wir heute tun sollen.
- 11:00 Wir haben komplett gepackt und grübeln immer noch, was wir tun
wollen. Der Himmel hängt voll Wolken, es ist recht windig. Wir laufen nach
Portree-City zurück und schauen uns um. Im TI suche
ich ein paar Informationen zusammen und entwickle den Plan, von Sligachan
(welches nur aus einem Hotel und einem Campingplatz besteht) nach Süden
durch die Cuillin Mountains nach Elgol, quer durch die Insel an die Südküste
zu wandern. Wir planen für die knapp zwanzig Kilometer das gesamte
Wochenende ein, weil erst montags in Elgol wieder ein Postbus fährt. Der
nächste Bus Richtung Sligachan fährt aber erst um halb vier, so gehen wir
noch in eine Bar und genießen ein Barmeal; ganz genießbar, man wird sogar
satt. Draußen bricht inzwischen der Regen los. Ich kaufe noch eine
Zeitung, und dann warten wir auf den Bus. Auch hier treffen wir jede Menge
Deutsche an der Bushaltestelle, eine Gruppe Italiener, und drei Spanierinnen
aus Barcelona, mit denen ich mich im Bus bis Sligachan unterhalte. Der Bus
fährt pünktlich und läßt uns dann in Sligachan
planmäßig im Regen stehen.
- 16:40 Wir haben in Sturm und Regen das Zelt aufgebaut und eingeräumt.
Jetzt, wo wir richtig naß sind, hört der Regen auf. Wir besteigen noch den
Hügel hinterm Campingplatz (welcher aus einer schlammingen Wiese und einem
Toilettengebäude besteht) und schauen uns die Landschaft an. Im Süden kann
man schon einige der Cuillin Mountains sehen. Sehr dramatisch.
- 19:00 Die Mücken werden wach. Es sind zwar nicht so arg viele, aber
sie nerven. Und am BW-Mückenschutz stören sie sich wenig. Wir machen Essen
(Suppen) und unterhalten uns mit einem Paar aus Brandenburg (oder war's
Mecklenburg?). In der Zeitung kann man was von Krawallen in Rostock und von
29 Grad Celsius in Frankfurt lesen. Nicht übel, verglichen mit den 14-17
Grad Celcius hier. Gegen 22:30 legen wir uns schlafen.