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Wald- und Macchiabrand

Jedes Jahr gehen in Korsika Tausende Hektar Macchia undi Wald in Flammen auf. Schätzungen zufolge gehen dabei etwa 10% der Brände von Selbstentzündungen aus, der Rest ist Unachtsamkeit und Brandstiftung. Hirten brandroden für neues Weideland, Touristen schmeißen brennende Kippen sorglos weg, und mancher Wildcamper brennt trotz totalem Verbot ein Lagerfeuer an. Mitunter stöbern die Jäger auch Wildschweine mit Feuer auf.

Die Korsen machen sich aus Wald- und Macchiabränden nicht mehr allzu viel - da hätten sie auch viel zu tun, denn irgendwo brennt es auf der Insel im Sommer immer. Löscharbeiten beschränken sich in der Regel auf bewohnte Gebiete, unter anderem deshalb, weil sie sehr teuer sind. Das Gelände im Landesinnern ist unwegsam bis unzugänglich, es kann also fast nur aus der Luft gelöscht werden. Die alten Löschflugzeuge vom Typ Canadair sind ein teueres Spielzeug, eine Flugstunde kostet immerhin 20000 FF! Denn die alten Kisten verbrennen teueres Flugbenzin statt Kerosin, und zwar eine ganze Menge davon, und haben nur eine Kapazität von 5300 Litern Wasser.

Für die Piloten ist es ein ziemliches Husarenstück, einen Waldbrand zu bekämpfen, denn die Cockpits sind nicht klimatisiert, und Instrumente für Blindflug im dicken Qualm haben die Kisten auch nicht.

Die Brände sind der Hauptgrund für das Verbot, wild zu campieren. Nicht nur, daß dadurch das Lagerfeuermachen eingeschränkt werden soll, nein, es geht vielmehr darum, die Leute wenigstens nachts an genau definierten Stellen mit Sprechfunk (nämlich den Hütten) zu haben.

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