Nachteil: festes Zeitraster. Man muß im Voraus wissen, wann man mit der Insel "fertig ist". Für uns schied deshalb ein Flug aus.
Wer in der Nähe von oder in Frankreich wohnt, sollte eventuell einen relativ preiswerten Inlandsflug (Korsika ist Frankreich) in Erwägung ziehen.
Wir haben keine Motorräder und keine Klasse 1-Führerscheine, und das Auto irgendwo stehenlassen (z.B. in Südfrankreich oder Italien, um die Fährkosten zu sparen), ist so eine Sache. Außerdem wollten wir auf Korsika kein Auto haben, das ist beim Wandern nur im Weg.
Es gibt noch eine reizvolle Alternative für junge Leute (bis 24), die es irgendwie schaffen, billig nach Frankreich zu kommen: ein Euro-Domino-Ticket. Es ermöglicht innerhalb einer Zeitspanne eine gewisse Anzahl von frei wählbaren Bahntagen in einem Land. Für Frankreich gibt es beispielsweise ein Dreitagesticket (Bahnfahren an drei Tagen innerhalb von vier Wochen) für 211 DM, und ein Kurzbesuch in Paris ist auch noch gleich mit drin.
Genereller Hinweis: die Leute am Schalter der Bahn werden es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit nicht schaffen, den billigsten Tarif für Euch rauszusuchen, das müßt Ihr schon selbst machen. Uns wollte eine Beratungstussi doch wirklich über Griechenland schicken... Mag sein, daß es irgendwo auch qualifiziertes Personal gibt, aber auch das kann sich leicht im Tarifgestrüpp der ganzen Landesbahnen verstricken.
Eine andere gute Nummer (zumindest der SNCM): Wenn die billigen Plätze weg sind, muß man tiefer in die Tasche greifen. Man kriegt keinen besseren Platz für das gleiche Geld. Es empfiehlt sich also, Fährtickets so früh wie möglich zu kaufen.
Wären wir über Italien angereist, hätten wir zwar die billigen italienischen Züge nutzen können, allerdings ist die Fahrt bis nach Italien schon so teuer wie die ganze Fahrt durch Frankreich; die Bundesbahn und die Alpenländer machen es möglich.
Auf der Hinfahrt nahmen wir eine Fähre von Marseille aus; sie lag terminlich einigermaßen gut. Allerdings ist die Fähre ab Nizza (besonders für junge Leute) deutlich billiger, was den höheren Bahnfahrpreis nach Nizza wett macht.
Wir haben dabei allerdings eine kleine Dummheit gemacht: wir hatten wegen der Hinfahrt nur Tickets bis Marseille und traten dennoch die Rückfahrt über Nizza an (weil sonst keine Fähre günstig lag). Die Bahnfahrt von Nizza nach Marseille kostete etwa 42 DM, also wären wir günstiger gefahren, gleich Tickets bis Nizza zu nehmen.