9. Tag
Um circa 08.00 verlassen wir die Usciolu-Hütte. Wir steigen ab auf
etwa 1500m, wo wir bei einem Einsiedler sogar Wasser finden. Eine
Siesta verkneifen wir uns heute, in der Hoffnung, nicht nur bis zum
Etappenziel Refuge Prati zu gehen, sondern gleich noch bis zum Col de
Verde. Daraus wird allerdings nichts, denn unsere heutige Etappe
entpuppt sich als beinhart. Nach einem in der Endphase echt derben
Ansteig auf 2000m geht es immer 50Hm hoch und runter, bis wir
mindestens 1000Hm zusammen haben... ich bin ziemlich fertig, als wir
auf der Refuge Prati (1840m) ankommen, und schaffe die nächste Etappe
heute ganz sicher nicht mehr.
Wer sieht sie, die Prati-Hütte?
Hier sieht man sie schon etwas besser
Etwa zwei Stunden später kommt die Radio-Gruppe, also Handzeichen und
grinsen. Eigentlich erstaunlich, wie gut die beiden Mädchen die Tour
durchhalten; sie quasseln immer noch ohne Unterlaß.
Der Rest des Tages ist ereignislos; auch hier oben ist es sehr zugig
und nach Sonnenuntergang saukalt. In unserem Zelt, das zwischen
Rindviechern auf der Weide steht, verziehen wir uns früh in die
warmen Schlafsäcke.