Wir stehen gegen 09.00 auf. Die Benutzung der (Kalt-)Duschen erweist sich als mehr abenteuerlich als ideal (oder auch "international"); die sicherste Methode ist, möglichst wenig mit hinein zu nehmen, was nicht naß werden darf, den Rest an die Dachbalken hängen, dann den Druckknopf mit dem Fuß zu bedienen (sonst kommt man nicht rechtzeitig weg und kriegt die kalte Ladung voll ab) und sich neben den Strahl zu stellen (dann trifft einen genau die richtige Menge Wasser). Daß die Toiletten vom französischen "Loch-im-Boden"-Typ sind, ist ja nicht weiter schlimm, aber stinken müßten sie nicht unbedingt.
Hier heute im T-Shirt rumzulaufen, ist ein Ding der Unmöglichkeit, denn dazu ist es viel zu schwül. Man kann die Luft wirklich mit dem Messer schneiden. Wir verbringen den Tag mit Klippenklettern, Schwimmen und Tauchen mit einer eigens dafür von Thomas angeschafften gelb-rosa Kindertauchbrille für 15 FF. Mittags tröpfelt es noch ein wenig, aber es reicht nicht, um davon nasser zu werden, als man durchs Schwitzen eh schon ist. Der Regen hat auch keineswegs für Abkühlung gesorgt, denn das kann Wasser ja nur, wenn es auch verdunstet, und hier hat es nur deshalb geregnet, weil es für das viele Wasser absolut keine Möglichkeit gab, in der gesättigten Luft zu bleiben.
Und weil wir heute so viel produktives geleistet haben, werden wir mit einem ruhigen Abend und einer noch ruhigeren Nacht belohnt.